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Ratgeber · Praxis

Überwachungskamera richtig montieren: Höhe, Winkel & Tipps

Die beste Kamera nützt wenig, wenn sie falsch hängt. Blendende Sonne, ein zu steiler Winkel oder ein Busch im Bild – schon werden Personen schlecht erkannt. Mit diesen Tipps montieren Sie Ihre Überwachungskamera so, dass sie zuverlässig arbeitet.

Die richtige Höhe

Bewährt hat sich eine Montagehöhe von etwa 2,5 bis 3 Metern. So ist die Kamera ausser Reichweite, lässt sich nicht einfach verdrehen und hat trotzdem einen guten Blick. Hängt sie zu hoch, sieht man Personen nur noch von oben – Gesichter und Bewegungen werden schlechter erkannt.

Der richtige Winkel

  • Die Kamera leicht nach unten neigen, nicht steil senkrecht.
  • Den überwachten Bereich vollständig ins Bild nehmen – etwa den ganzen Weg zur Haustür oder die ganze Wasserfläche.
  • Möglichst wenig Himmel im Bild: Er überstrahlt und verschlechtert die Belichtung.

Gegenlicht und Spiegelungen vermeiden

Richten Sie die Kamera nicht direkt gegen die auf- oder untergehende Sonne und nicht auf stark spiegelnde Flächen. Bei der Poolüberwachung hilft eine erhöhte Position, damit Reflexionen auf dem Wasser nicht blenden.

Nachtsicht richtig nutzen

  • Die Kamera nicht hinter einer Fensterscheibe montieren: Das Infrarotlicht spiegelt im Glas, das Bild wird unbrauchbar.
  • Keine Wand oder Dachkante direkt vor der Linse – sie reflektiert das Infrarotlicht und überstrahlt das Bild.
  • Für farbige Nachtbilder eignen sich Kameras mit Farb-Nachtsicht (z. B. ColorVu) oder eine zusätzliche Beleuchtung.

Freie Sicht für die KI-Erkennung

Damit eine KI-Auswertung wie beim Auris Home Hub zuverlässig arbeitet, braucht sie freie Sicht auf den Bereich, den Sie überwachen möchten. Achten Sie darauf, dass keine Pflanzen, Sonnenschirme oder Pfosten ins Bild ragen – und denken Sie daran, dass Büsche im Sommer wachsen.

Wetterschutz und Verkabelung

  • Für aussen Kameras mit Schutzklasse IP66 oder IP67 wählen.
  • Die Kabeldurchführung abdichten, damit kein Wasser in die Wand läuft.
  • Möglichst PoE-Kameras verwenden – ein Kabel für Strom und Daten.

Datenschutz bei der Montage

Richten Sie die Kamera nur auf Ihr eigenes Grundstück. Strasse, Trottoir und Nachbargrundstücke dürfen nicht erfasst werden – unvermeidbare Bereiche blenden Sie mit Privatzonen aus. Mehr dazu im Ratgeber Videoüberwachung & Datenschutz in der Schweiz.

Checkliste für die Montage

  1. Höhe: etwa 2,5 bis 3 Meter.
  2. Leicht nach unten geneigt, Zielbereich vollständig im Bild.
  3. Kein direktes Gegenlicht, keine Montage hinter Glas.
  4. Freie Sicht – keine Pflanzen oder Gegenstände vor der Linse.
  5. Wetterfest (IP66/IP67) und Kabel abgedichtet.
  6. Nur eigenes Grundstück erfasst, Hinweisschild angebracht.
  7. Bild bei Tag und in der Nacht testen.

Häufige Fragen

Wie hoch sollte eine Überwachungskamera hängen?

Bewährt sind etwa 2,5 bis 3 Meter. So ist die Kamera vor Manipulation geschützt und hat trotzdem einen guten Blick auf Personen.

Kann ich eine Kamera hinter einem Fenster montieren?

Für Tagaufnahmen ist das möglich, für die Nacht aber nicht zu empfehlen: Das Infrarotlicht spiegelt im Glas und das Bild wird unbrauchbar.

Worauf muss ich beim Datenschutz achten?

Die Kamera darf nur das eigene Grundstück erfassen. Strasse und Nachbargrundstücke müssen ausgespart oder mit Privatzonen ausgeblendet werden, und Betroffene müssen informiert werden.

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